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Samstag, 17. mai 2008
von VIMW
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Donnerstag, 15. mai 2008
von Thorben Petersen
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JHove ‎(14:57):
und ich, weil ich die weltherrschaft an mich reißen will
JHove ‎(14:58):
war doch so, oder?
Infinite ‎(14:58):
was sonst
hast du einen plan, wie du das erreichen willst?
 
JHove ‎(14:58):
ja
JHove ‎(14:59):
ich inflitriere zunächst strategisch wichtige regierungen mit roboter-sklaven
die werden dann tupac 1-13 heißen
daraufhin werde ich nach und nach die russische mafia die staatsoberhäupter der usa
deutschlands
frankreichs
großbritanniens
chinas
russlands
JHove ‎(15:00):
australiens
und kanadas auslöschen lassen
jeden tag eines
Infinite ‎(15:00):
von gebeco aus?
JHove ‎(15:00):
derweil lasse ich inmitten von berlin eine fassade bauen
mit balkon
JHove ‎(15:01):
das wird der schwierigste teil des planes werden
weil fassaden ja balkone nicht halten können
da müsste ich mir noch was einfallen lassen
wenn ich den balkon aber erstmal habe
werde ich von dort aus die republik ausrufen
JHove ‎(15:02):
mir aber, schlau wie schlange, sämtliche ämter in personalunion selbst übertragen
und dann kanns los gehen
soweit der plan

Dienstag, 6. mai 2008
von Thorben Petersen veröffentlicht in: Sport
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Vor dieser Saison, die sich nun allmählich dem Ende entgegen neigt (und gerade deswegen so unheimlich spannend sind, da natürlich die Playoffs laufen), machte einer von sich reden, von dem nicht viele geglaubt hätten, dass er die MVP-Tröphae dieses Jahr nach LA holen wird – Kobe Bean Bryant.


 

Dabei war neben den vor Saisonbeginn gewohnheitsgemäß unsicheren Parametern der individuellen Form und Verletzungs(un)anfälligkeit noch sehr viel zweifelhafter, dass KB24 für die Lakers auflaufen würde. Unendlich frustriert über das abermalig frühe Ausscheiden seiner Mannschaft in den letztjährigen Playoffs und gleichfalls beschwingt durch seinen Auftritt im US-amerikanischen Olympiaqualifikationsteam und sein Aufeinandertreffen mit Klasse-Spielern wie Jason Kidd, LeBron James oder Dwight Howard begann es in seinem Hirn zu rotieren. Ihm war klar, dass er keine Chance auf den Titel haben würde, wenn sich die LA Lakers nicht eklatant verstärken würden. Jahr um Jahr hatte man ihm genau das versprochen, ihn auf das nächste Jahr, auf die nächste Gelegenheit für einen Sieg bringenden Blockbuster-Trade vertröstet. Aber der kam nicht. Und Kobe fühlte sich verständlicherweise im Stich gelassen.
 Genau dieser für die La-La-Land beinahe fatale Mix von Unzufriedenheit und der Erkenntnis, wie viel besser ein weiterer wirklicher Topspieler die Lakers machen könnte, führte dazu, dass sich der Star in einem Interview nicht nur kritisch über das Management äußerte, sondern weit darüber hinaus ging: Kobe forderte den Trade und bzw. oder die Wiedereinsetzung von Jerry West als GM.

 

Wie auch immer die Lakers ihren Superstar damals beruhigt haben – ein gewichtiger Grund für sein Bleiben war vermutlich Phil Jackson, dessen Siegermentalität offenkundig einen gewaltigen Eindruck, ja geradezu eine Faszination auf den fast krankhaft ehrgeizigen Sohn des früheren NBA-Spielers in Reihen der 76ers Joe „Bellybean“ Bryant ausübt – kurz vor Trade-Deadline taten sie das, wonach ihr Star sich so sehnte: Sie holten einen Co-Star mit Paul Gasol.

 

 

Der Spanier, der bei den Memphis Grizzlies langsam aber sicher in der Versenkung zu verschwinden drohte, spielte gleich zu Beginn (nach relativ kurzer Verletzungspause direkt nach dem Trade) groß auf. Als habe er in seinem Leben nichts anderes gemacht, lief der 7-Footer mit dem soften Touch aus der Mid-Range die Triangle wie im Schlaf und schockte die Liga: Kobe und Paul, dazu ein seit dem Trade wie auf magische Weise mit einem immensen Selbstvertrauen beseelte Lamar Odom führten die Lakers von Sieg zu Sieg. Die Leute aus der 2. Reihe profitierten ebenfalls von der merklichen Dominanz Gasols im Post und der Zone: Jordan Farmar, Sasha Vujacic und Vladimir Radmanovic deckten angeführt von dem vor Saisonbeginn aus Utah zur Truppe zurückgekehrten Derek Fisher die Gegner von außen ein, Odom, Walton und Turiaf erledigten die vielen kleinen Dinge, die zum Sieg nötig sind. Und Kobe? Kobe war Kobe. Mit dem kleinen Unterschied, dass er noch ein kleines bisschen uneigennütziger spielen und sich in der Offense auch mal 1, 2 Spiele komplett zurücknehmen konnte, weil es auch ohne ihn lief.

 

Momentan sind die Lakers in ihren 6 bisherigen Spielen in den Playoffs ungeschlagen – eine Trendwende scheint so bald nicht zu erwarten zu sein. Zu eingespielt wirkt das Team aus dem sonnigen Californien, zu perfekt erscheint die Triangle Offense den Spielertypen der Lakers in die Hände zu spielen…und nicht zuletzt: Zu verbissen und siegeshungrig tritt der noch zu benennende MVP dieser Saison auf: Kobe will allen beweisen, dass nun ER bereit ist, die Lakers zum Titel zu führen. Dass auch mit IHM als Nummer 1 die Lakers nach den Sternen greifen können und den Titel der stärksten Liga der Welt einfahren können. Dass man keinen Shaq mehr braucht in LA, um diesen so unglaublich protzigen Goldpokal in den Sonnenstaat zu holen. Und wahrlich ist Bryant zu einem der komplettesten Spieler gereift, die die NBA je gesehen hat: Sein Offensivspiel beginnt bereits knappe 2,5 m hinter der Dreierlinie und endet bei krachenden 360°-Dunks mit Kopf auf Ringniveau. Seine Leadership-Qualitäten sind mittlerweile das, was seine Mannschaft im Innersten zusammenhält. Sein Killerinstinkt wird vermutlich nur von denen Larry Birds und Michael Jordans übertroffen. Bryants Defense, eine Facette des Spiels, die gerne mal von so genannten Stars vernachlässigt wird, bewegt sich zudem auf Top-Niveau, was ihm insgesamt 7 All-Defensive-Team-Nominations einbrachte. Und sein Wille, die Mitspieler einzubinden, muss schon deswegen beeindrucken, weil sich jeder Normalsterbliche kritisch selbst hinterfragen sollte: Wenn ich mit seinen Talenten gesegnet wäre, würde ich dann nicht 50 Würfe pro Spiel nehmen. Kobe war einmal so, doch er hat gelernt, dass es keine Championship geben wird ohne sein Team – eine Einsicht, für die Jordan sehr viel länger brauchte und die Bereitwilligkeit Bryants zum Teamplay ist wahrscheinlich auch den Gesprächen mit dem besten Basketballer aller Zeiten geschuldet, der sich dereinst in einer sehr ähnlichen Situation wiederfand.
Alles in allem sind die Lakers bereit für den ganz großen Wurf – und dass the player formerly known as KB8 die Maurice-Podoloff-Trophy mehr als verdient hat, sollte noch nicht einmal diskutiert werden.

 

Donnerstag, 1. mai 2008
von Thorben Petersen veröffentlicht in: Sport
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Vor dem Spiel: Aufstellungen und Ausgangspositionen
Zenit St. Petersburg: Malafejew - Hubocan, Schirokow, Krizanac, Anjukow - Timostschuk - Denisow (Ionow, 90'+1'), Zyrianow, Fajsulin, Dominguez (Lee, 89') - Pogrebnjak
FC Bayern München: Kahn - Lahm, Lucio, Demichelis, Jansen (Lell, 46') - Schweinsteiger, Zé Roberto (Podolski, 46'), van Bommel, Ribéry - Toni, Klose (Sosa, 62')

Bayern muss zumindest ein Tor erzielen, um überhaupt eine Chance auf den Einzug ins Final des UEFA-Cups zu haben. Sowohl bei jedem Sieg stehen die Münchener im Endspiel, als auch bei jedem Unentschieden, das höher als 1:1 ausfällt. Bei einem 1:1 geht es in die Verlängerung, bei einem 0:0 oder jeder Niederlage spielt St. Petersburg um die Trophäe in Manchester.
Die Münchener können - ausgenommen der Langzeitverletzte Hamit Altintop - auf ihre beste Mannschaft zurückgreifen, nachdem auch der italienische Weltmeister Luca Toni nach abgesessener Gelbsperre wieder in den Kader zurückkehrte.
Nach öffentlicher Kritik an Trainer Ottmar Hitzfeld verblieb Willy Sagnol in München, um dort allein zu trainieren.
Spielbeginn bis 20':
Bayern beginnt gefällig, kommt über Klose in der 2. Minute zu einer guten Chance nach Kopfballvorlage von Toni, die Schirokow jedoch klar der Linie klärt.
In der 4. Minute kommt Zenit mit seiner ersten Chance zum 1:0: Nach Foulspiel von Lucio drehen sich Schweinsteiger und Ribéry beim anschließenden Freistoß weg, der Ball schlägt links vom Keeper mittig im Tor ein. Ein verdutzter Kahn bedeutet seinen Vorderleuten, nichts gesehen zu haben - zu Recht. Die Stimmung auf den Rängen wird merklich besser.
Bei Bayern geht anfangs mehr über links, Jansens Flanken sind jedoch zu ungenau und oftmals viel zu hoch und damit leichte Beute für Malajew.
Bayern macht zwar das Spiel, doch richtig zwingende Chancen sind Mangelware: Ribéry (8' aus 20 m) und Zé Roberto (9' aus 18 m) versuchen sich aus der Distanz - ohne Erfolg.
In der 15' kommt Zyrianow zu einer Chance.
Ribéry wird zusehends angefressener.
20': Anyukov taucht nach feinem Zuspiel vor Kahn auf, doch der Ex-Nationalkeeper hält den Schuss aus spitzem Winkel.
21' bis Halbzeit:
25': Freistoß nach Foul an Schweinsteiger aus 25 m, diesen chippt van Bommel auf den aufgerückten Demichelis, dessen Kopfballvorlage etwas zu hoch ist für Luca Toni - Abstoß.
Ein ums andere Mal setzen sich die Bayern in direkten Zweikämpfen durch und drängen auf den Ausgleich.
Kaum noch bringen die Russen ihre Angriffsbemühungen über die Mittellinie, der FCB attackiert schon früh, wodurch sämtliche Spieler Zenits in der eigenen Hälfte gebunden werden.
Vor allem der verhältnismäßig offensiv agierende Demichelis macht eine gute Figur. Dick Advocaats Mannschaft wirkt zusehends nervöser und lässt sich vom Druck der Bayern beeindrucken.
32': Bei einem seiner zahlreichen Versuche verdribbelt sich der kleine Franzose der Bayern, doch die Kontergelegenheit Zenits verpufft.
33': Endlich Entlastung für Zenit: Ein Eckball, der jedoch nur bedingt Gefahr bringt.
Schweinsteiger agiert auf der rechten Seite unglücklich und hat längst nicht so viele Ballkontakte wie auf der gegenüberliegen Seite Ribéry. Gleiches gilt für Klose im Vergleich zu Toni.
Zenit kann sich jetzt ein bisschen befreien - die Jungs zeigen endlich, dass sie Fußball spielen können.
39': Und prompt passiert das, was die Bayern unter allen Umständen hätten verhindern müssen: Zyrianow vernascht per Körpertäuschung Zé Roberto und Demichelis und trifft schön zum 2:0.
Damit ist das Thema "Verlängerung" schon vorzeitig abgehakt. Bayern braucht jetzt zwei Tore - mindestens!
42': Nach Foulspiel von Toni wird eine Freistoßflanke von Ribéry abgepfiffen - weiter geht's in die andere Richtung.
Die Stimmung im Stadion ist großartig, die russischen Fans feiern ihre Mannschaft mit lauten Sprechchören.
1 Minute vor der Halbzeit wirkt Bayern konzentriert, aber nach wie vor nicht wirklich zwingend, was auch der gut gestaffelt stehenden Zeniter Mannschaft geschuldet ist.
Eine flache Hereingabe von Zé Roberto lässt Schweinsteiger durch, doch der gut stehende Luca Toni kann nichts aus der Chance machen.
Fazit: Die Führung von St. Petersburg geht in Ordnung, wenngleich sie wohl ein Tor zu hoch ausgefallen ist. Die Bayern kontrollieren das Spiel, doch weder Luca Toni, noch der bisher schwache Miroslav Klose strahlten bisher übermäßige Torgefahr aus. Positiv ist anzumerken, dass sich der designierte deutsche Meister nicht aufgegeben zu haben scheint, aber hier greift vermutlich der weithin wohlbekannte Spruch "Die Bayern wären nicht die Bayern..."
46' bis 70':
Hitzfeld setzt zu Beginn der zweiten Halbzeit auf die dringend nötige Offensive: Für den defensiv schwachen Jansen kommt Lell, für den Lahm auf links rückt und Podolski löst Zé Roberto ab und gibt die hängende Spitze.
Bayern kommt aggressiver aus der Kabine, die Zeichen stehen auf Sturm.
Doch sollten die Münchener die Konterstärke der Russen nicht unterschätzen.
50': Toni mit guter Chance, jedoch klärt der Keeper der Russen - der darauf folgende Eckball bringt nichts ein.
Hinten steht Bayern jetzt relativ offen, alle Spieler sind offensiv ausgerichtet.
Noch zu selten versuchen es die Bayern konsequent über die Außenbahn, Schweinsteigers frecher Schuss aus dem Halbfeld faustet Malafejew hoch in den St. Petersburger Himmel. Da Toni Foul spielt, bekommt er daraufhin einen Freistoß.
54': 3:0 für den russischen Meister! Anyukov mit sehenswerter Flanke von links, Fajsulin trifft völlig frei im 5m-Raum stehend per Kopf unhaltbar zur Entscheidung (wenn man bedenkt, dass Bayern nicht über eine herausragende Möglichkeit verfügte bisher).
Zenit bleibt weiterhin mit Kontern gefährlich, doch eigentlich bleibt Bayern nichts anderes mehr übrig, als aufzumachen.
Man muss den Russen für ihre Konsequenz in der Chancenauswertung ein dickes Kompliment aussprechen - außerdem ist ihre Ballsicherheit bemerkenswert.
61': Poldi verpasst aus 7m eine gute Hereingabe von Schweinsteiger - war aber auch schwierig zu nehmen, dieser Ball.
62': Der sehr schwache Klose macht Platz für Sosa.
Die Bayern geben sich zwar nicht auf, gelingen will ihnen aber auch nichts mehr. Diese Partie ist entschieden.
67': Luca Toni holt sich die 6. Gelbe seiner UEFA-Cup-Saison ab, nachdem er geschoben hatte.
Es ist kein Zug zum Tor mehr zu erkennen, der sog. aggressive leader der Münchener van Bommel macht auch keine Anstalten, mit einem "Zeichen" etwas daran zu ändern.
70': Mit lauten Rufen feiert das Stadion die Heimmannschaft - sie hat es sich wahrlich verdient, obwohl zunächst Schweinsteiger und danach Podolski zu so etwas wie Torgelegenehiten kommen. 20 Minuten sind's noch, doch für 3 Tore bräuchten die Bayern heute wohl eher 5 Stunden.
71' bis Spielende:
73': Und das nächste Ding: Dominguez lässt Lahm auf links so richtig alt aussehen, bedient in der Mitte Torjäger
Pogrebnjak, der locker aus 12 m zu seinem 10. Tor im Wettbewerb einschiebt. 4:0, Bayern blamiert sich beim letzten UEFA-Cup-Spiel seines Kapitäns Kahn und Coaches Hitzfeld bis auf die Knochen.
76': Ribéry aus 22 m noch einmal, doch sein Schuss geht 4 m links am Tor vorbei.
77':
Pogrebnjak kassiert seine 5. Gelbe und ist damit im Finale gesperrt: Eine arge Schwächung für die Russen im City of Manchester Stadium.
Das Spiel plätschert 10 Minuten vor Schluss nur noch vor sich hin, nennenswerteste Aktion zur Zeit sind bengalische Feuer und deren Übergreifen auf Sitzschalen in der Fankurve Zenits.
84': Zenit lässt die Bayern laufen und das ein ums andere Mal ins Leere. Es ist einfach nur noch traurig.
Die Bayern sehnen nur noch den Schlusspfiff herbei, doch wer kann es ihnen nach diesem Abend verdenken?
89': Beide Mannschaften nur noch mit Minimalaufwand unterwegs, für Dominguez kommt der Koreaner Lee.
90'+1': Ionow kommt für Denisow.
Schlusspfiff.
Fazit: Der Sieg von Zenit geht völlig in Ordnung, Bayern schaffte es nicht, aus 18 Torschüssen etwas Zählbares zu machen. Das letzte Spiel im Europacup von Trainer Hitzfeld und Torhüter Kahn hätte deprimierender kaum verlaufen können, doch die Bayern hatten es einfach nicht verdient, hier heute weiter zu kommen. Die Russen lieferten ein konzentriertes Spiel ab und stellten sich auch nicht nach dem 2:0 hinten rein, sondern spielten weiter mit und zelebrierten teilweise sehr ansehnlichen Offensiv- und Konterfußball. Glückwunsch an St. Petersburg!

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